Autor: |Veröffentlicht am 06. März 2017|Aktualisiert am 03. Januar 2020

Forschungsförderung – Deutsche Gesellschaft für Urologie

    

  

 

Ferdinand Eisenberger-Forschungsstipendien 2020

Für das Jahr 2020 schreibt die Deutsche Gesellschaft für Urologie erneut drei weitere Ferdinand Eisenberger-Forschungsstipendien aus. Alle interes-sierten jungen Medizinerinnen und Mediziner in der deutschen Urologie sind herzlich eingeladen, sich mit ihrer Projektidee und einem relevanten Gastlabor für ein 12-monatiges Clinical Leave zu bewerben.

Das Ferdinand Eisenberger-Stipendienprogramm bietet interessierten urologischen Nachwuchskräften für jeweils ein Jahr die Chance, sich mit experimentellen Fragestellungen außerhalb des klinischen Alltags intensiv beschäftigen zu können. Im Rahmen der Durchführung eines wissenschaftlichen Projekts erwerben die Stipendiaten Kompetenzen in der Forschung und knüpfen gleichermaßen für sich als auch für ihre Heimatkliniken wichtige Kontakte zu in der Grundlagenforschung ausgewiesenen Wissen-schaftlern und Forschungslaboratorien. Anders als bei Stipendien, die durch die großen Förderinstitutionen, wie z.B. der DFG oder der Deutschen Krebshilfe, vergeben werden, sind die Eisenberger-Stipendien auf gastgebende Labore in Deutschland fokussiert. Hierüber erhofft sich die DGU eine Stärkung der Forschungsinfrastruktur für die Urologie in Deutschland mit effektiver regionaler und nationaler Vernetzung. Am Eisenberger-Stipendienprogramm kann grundsätzlich jeder promovierte Urologe oder in urologischer Facharztausbildung befindliche Mediziner teilnehmen. Da die Stipendien den Kandidaten zu einer wissenschaftlichen Profilbildung verhelfen sollen, ist eine bereits fortgeschrittene Forscherlaufbahn zum Zeitpunkt der Bewerbung keine notwendige Voraussetzung. Auch müssen die Bewerber nicht zwangsläufig einer akademischen Universitätsklinik angehören. Wesentlich für eine Förderentscheidung sind die infrastrukturellen Voraussetzungen an der Heimatklinik, die eine Fortsetzung der Forschungsarbeiten im Anschluss an das Stipendium gewährleisten sollen.

Das Ressort Forschungsförderung bietet allen Kandidaten eine individuelle Bewerbungsberatung an. Kontakt über cbecker@dgu.de.

Wir wünschen allen Bewerbern viel Erfolg!

Deadline: 15. Januar 2020

Weitere Informationen

       

      

Wolfgang Lutzeyer-Forschungsstipendium 2020

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie schreibt für 2020 erneut ein Wolfgang Lutzeyer-Forschungsstipendium aus. Alle interessierten jungen Naturwissenschaft-lerinnen und Naturwissenschaftler in der deutschen Urologie werden ermutigt, sich mit ihrem Profil und ihrer Projektidee auf diese 12-monatige individuelle Förderung zu bewerben.

Ziel dieses Stipendiums ist es, Nachwuchswissenschaftlern mit naturwissenschaftlichem Hintergrund zum Ende ihrer Promotions- oder Postdoc-Phase die Möglichkeit zu geben, ihre Forschungsarbeiten im Labor ihrer urologischen Klinik fortzuführen, eine Publikation abzu-schließen und einen eigenen Drittmittelantrag – einschließlich der Beantragung ihrer eigenen Stelle – zur Einreichung bei einer öffentlichen Förderinstitution auszuarbeiten. Dabei adressiert das Stipendium ausdrücklich Forscherpersönlichkeiten, deren Projekte einen laborexperimentellen Schwerpunkt haben. Die Durchführung in diesem Kontext erfolgreich eingeworbener Drittmittelprojekte soll im Labor der aktuellen Heimatklinik erfolgen.

Antragsberechtigt sind Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler mit einer befristeten Anstellung an einer urologischen Klinik in Deutschland, deren Stelle innerhalb der nächsten 12 Monate nach Antragstellung ausläuft. Das Förderprogramm setzt eine abgeschlossene oder kurz vor Abschluss stehende Promotion der Bewerber voraus.

Die Kandidaten bewerben sich mit einer Antragsskizze ihres geplanten Drittmittelprojektes und dem Nachweis der Durchführbarkeit im Labor ihrer aktuellen urologischen Klinik. Auch den Kandidaten für ein Lutzeyer-Stipendium bietet das Ressort Forschungsförderung eine individuelle Bewerbungsberatung an. Kontakt über cbecker(at)dgu.de.

Wir wünschen allen Bewerbern viel Erfolg!

Deadline: 15. Januar 2020

Weitere Informationen

    

      

DFG-Nachwuchsakademie UroAgeCare

Teilnehmer gesucht!

Ergänzend zum DGU-Antragsservice plant die DGU aktuell eine DFG-Nachwuchsakademie und sucht vorab einer offiziellen Antragstellung potenzielle KandidatInnen, die an einem solchen Förderinstrument der DFG teilnehmen würden.

Eine DFG-Nachwuchsakademie ist ein strategisches Förderinstrument der DFG mit dem Ziel, einen wahrgenommenen Mangel an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern in einem definierten, im Fachbereich unterrepräsentierten Themengebiet mit der Durchführung eines fokussierten Mentorings zu begegnen, um diesen Personenkreis strukturell an ihren ersten DFG-Antrag heranzuführen. Im Ergebnis soll die Nachwuchsakademie die wissenschaftliche Selbständigkeit der Kandidatinnen und Kandidaten fördern, für interdisziplinäre Forschungsansätze sensibilisieren und zur Erlangung der "DFG-Antragsreife" für eigenständige Forschungsprojekte und Drittmitteleinwerbungen qualifizieren.

Diese neue Maßnahme steht im Kontext der DGU-Forschungsoffensive, die seit 2018 eine verstärkte Antragstätigkeit aus der urologischen Community heraus anstrebt. Neben einer gemeinsamen Repräsentanz "Research in Germany" von DFG und DGU am Jahreskongress der American Association of Cancer Research (AACR) in Chicago fanden Aktionstage zur institutionalisierten Forschungsförderung mit Vertretern der DFG, des BMBF und der Deutschen Krebshilfe statt. Nicht zuletzt stellt auch die Umwidmung des Stiftungskapitals der Reinhard Nagel-Stiftung zur Unterstützung von Forschungsanträgen ein weiteres wichtiges Instrumentarium der DGU-Forschungsoffensive dar.

Ergänzend dazu soll nun eine DFG-Nachwuchsakademie diejenigen Nach-wuchsforscher abholen, die nach ihrer Promotion bereits erste Forschungserfahrungen haben, für eine Projektführung im Rahmen eines eigenen DFG-Antrages allerdings noch nicht ausreichend qualifiziert sind. Teilnahmeberechtigt sind grundsätzlich alle Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit medizinischem oder naturwissenschaftlichem Hintergrund, die eine Anstellung an einer urologischen Klinik vorweisen können und deren Promotion maximal 6 Jahre zurückliegt.

Ein Leitungs- und Koordinierungsgremium, welches das vorliegende Konzept einer urologischen Nachwuchsakademie erarbeitet hat und die Akademie später auch leiten wird, ist prominent besetzt:

  • Prof. Dr. rer. nat. Roland Schüle, Klinik für Urologie und Zentrum für Klinische Forschung am Universitätsklinikum Freiburg,
  • Prof. Dr. med. Matthias Schwab, Institut für Klinische Pharmakologie am Universitätsklinikum Tübingen sowie Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie Stuttgart und
  • Prof. Dr. med. Bernd Wullich, Urologische und Kinderurologische Klinik am Universitätsklinikum Erlangen.

Unterstützt wird das Leitungsgremium durch einen Vertreter der Eisenberger-Stipendiaten, PD Dr. med. Steffen Rausch, Klinik für Urologie am Universiätsklinikum Tübingen und durch den Forschungskoordinator der DGU, Dr. rer. nat. Christoph Becker.

Das durch das Leitungs- und Koordinierungsgremium vorgeschlagene Thema fokussiert urologische Erkrankungen in der älter werdenden Gesellschaft - "Urological Diseases in an Ageing Society: From Genetics to Medical Care (UroAgeCare)" - und adressiert damit ein weit umfassendes Forschungsfeld, das sich, je nach Interesse und Forschungsgebiet der Teilnehmenden, in verschiedene einzelne Schwerpunkte differenzieren lassen kann. Denkbar sind z.B. folgende Aspekte:

  • Development and/or use of preclinical and in vivo models towards a better knowledge and understanding of age-related oncological and non-oncological urological diseases.
  • Age-driven alterations in gene and protein regulation as basis of the development of urological tumor or non-tumor diseases in elderly patients.
  • Age-related immunologic function and immunomonitoring as basis for immunotherapies in elderly patients with oncological and non-oncological urological diseases.
  • Metabolism and pharmacogenetics for a better prediction of adverse events and drug interactions in uro-geriatric patients.
  • Big data and AI: Towards a better understanding of the needs in medical care of geriatric patients in urology.
  • Biomedical engineering in aging - aspects of reconstructive urology and tissue engineering.
  • Geriatric assessments and interventions: relevance in the surgical and systemic treatment of geriatric patients with urological diseases.

Strukturell ist die DFG-Nachwuchsakademie ein einjähriges Mentoring-programm, bei dem jedem Forschungsthema zwei ausgewiesene wissenschaftliche Mentoren zugewiesen werden, die jeweils zwei KandidatInnen betreuen, so dass sich im Endeffekt ein Betreuungsschlüssel von 1:1 ergibt. Die Nachwuchsakademie gliedert sich in die folgenden Phasen:

  • Ausschreibung der Akademie mit Titel und Bewerbungsfrist,
  • Bewerbungen von Kandidatinnen und Kandidaten mit Antragsskizze für einen geplanten DFG-Antrag,
  • Auswahl von max. 20 Teilnehmenden,
  • Einwöchiges Seminar mit allen Teilnehmenden, der sog. Faculty, bestehend aus den Mentoren und den Leitungsmitgliedern, sowie ausgewählten wissenschaftlichen Gastreferenten,
  • Ausarbeitung der DFG-Vollanträge durch die Teilnehmenden mit Beratungsoption durch die zugewiesenen Mentoren,
  • Zweitägiges Abschluss-Seminar mit Vorstellung der resultierenden DFG-Anträge und Diskussion der Ergebnisse
  • Einreichung der ausgearbeiteten Anträge bei der DFG.

Die Laufzeit der Projekte, die aus der DFG-Nachwuchsakademie hervorgehen, ist (zunächst) auf 1 Jahr begrenzt. In dieser Zeit sollen die Geförderten ihre Projekte experimentell anschieben und gleichzeitig einen Folgeantrag – dieses Mal für das "normale" Einzelverfahren – ausarbeiten und rechtzeitig vor Ablauf ihres Förderjahres bei der DFG einreichen. Der besondere Vorteil einer Antragstellung aus einer DFG-Nachwuchsakademie heraus liegt a) in der Förderquote von ca. 60 % für den Erstantrag, b) in einer schnellen Bearbeitungszeit von 3-4 Wochen und c) in der bevorzugten Berücksichtigung des Folgeantrags, der von der DFG im Kontext mit der Nachwuchsakademie und den Ergebnissen des ersten Förderjahres bewertet wird. Somit öffnet eine Nachwuchsakademie den Teilnehmenden quasi die Türen zur DFG.

Interessenten für die vorgestellte DFG-Nachwuchsakademie sind aufgerufen, sich mit ihrer möglichen Projektidee bis zum 31. Januar 2020 an das o.g. Leitungs- und Koordinierungsgremium zu wenden.

Die Verantwortlichen möchten darüber hinaus darum bitten, mögliche Kooperationspartner, mit denen Sie schon zusammenarbeiten oder zu denen Sie gerne Kontakt aufbauen möchten und die auf dem jeweiligen Forschungsgebiet wissenschaftlich hoch ausgewiesen sind, zu benennen. Diese können im Rahmen der Nachwuchsakademie sowohl als Mentoren als auch als Forschungspartner fungieren.


Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unser Anliegen potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten aus Ihrer Abteilung / Ihrer Arbeitsgruppe / Ihrer Vereinigung / Ihres Netzwerks antragen und dieses Schreiben entsprechend weiterleiten könnten.
Ganz herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!


Mit besten Grüßen aus dem Leitungs- und Koordinierungsgremium der DFG-Nachwuchsakademie UroAgeCare:
Prof. Dr. Bernd Wullich
Prof. Dr. Roland Schüle
Prof. Dr. Matthias Schwab
PD Dr. Steffen Rausch
Dr. Christoph Becker
sowie aus dem DGU-Ressort Forschungsförderung:
Prof. Dr. Maximilian Burger


Formlose Absichtserklärungen bitte an: cbecker@dgu.de
Deadline für Absichtserklärungen: 31. Januar 2020

Weitere Informationen:
https://www.dfg.de/foerderung/programme/einzelfoerderung/nachwuchsakademie

        

     

DGU-Antragsservice

DGU-Reinhard-Nagel-Förderung für Forschungsanträge

Das zum DGU-Kongress 2019 gestartete neue Förderprogramm soll urologische Forscher finanziell und durch kompetentes Mentoring darin unterstützen, die für ihre Forschungsvorhaben erforderlichen Drittmittel bei hochkarätigen öffentlichen Förderinstitutionen wie insbesondere der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) oder der Deutschen Krebshilfe (DKH) zu beantragen.

Gerade die ersten Schritte in die wissenschaftliche Selbständigkeit sind oft die schwierigsten. Nach der Ausbildung eines eigenen Forschungsprofils stellt vor allem der Erstantrag bei einer anerkannten öffentlichen Förderinstitution eine große Hürde dar. Daher ist es der DGU ein wesentliches Anliegen, engagierte Kolleginnen und Kollegen mit exzellenten Forschungsideen abzuholen und durch kompetentes Mentoring und professionelle Unterstützung den Weg zum angestrebten Drittmittelprojekt zu ebnen.

Die Unterstützung der DGU bei der meist sehr aufwändigen Beantragung von Drittmitteln bei öffentlichen Förderinstitutionen richtet sich dabei v.a. an den wissenschaftlichen Nachwuchs, aber auch an etablierte Forscherinnen und Forscher. Bis zu 8.000 € kann die DGU-Reinhard-Nagel-Förderung je Forschungsantrag bewilligen. Mit dieser Unterstützung soll es Antragstellern ermöglicht werden, für die Ausarbeitung des Vollantrags nicht nur eine Schreibkraft, sondern auch einen erfahrenen wissenschaftlichen Tutor hinzuzuziehen und entsprechend zu honorieren.

Antragsteller um eine Reinhard Nagel-Förderung sind promovierte Medizinerinnen und Mediziner mit abgeschlossener oder laufender urologischer Facharztausbildung. Kandidaten weisen eine relevante Anzahl an Publikationen und Vorarbeiten zum Antragsthema auf. Grundlage der Begutachtung ist ein Punkteschema, das sowohl die Forschungsidee als auch die bisherigen Forschungsleistungen der Antragsteller bewertet.

Für die Unterstützung muss der Antragsteller eine Skizze seines angestrebten Forschungsprojekts vorlegen und die Förderinstitution benennen, von welcher Drittmittel für das Projekt eingeworben werden sollen. Nach Prüfung und Billigung des Antrags durch die Reinhard Nagel-Kommission der DGU fließt eine erste Förderrate und ein Tutor kann beauftragt werden. Die zweite Förderrate wird freigegeben, nachdem binnen sechs Monaten ein Vollantrag für externe Forschungsmittel ausgearbeitet und bei der benannten Förderinstitution eingereicht worden ist.

Ansprechpartner für den Antragsservice und für eine individuelle Beratung im Vorfeld ist Dr. Christoph Becker, Forschungskoordinator der DGU und ständiger Berater der Arbeitsgruppe urologische Forschung (AuF) der Fachgesellschaft. Die exakten Bewerbungsmodalitäten sind auf der Webseite der AuF gelistet.

Deadline: keine Antragsfristen

Weitere Informationen:
https://www.dgu-forschung.de/antragsservice.html
Flyer:
https://www.dgu-forschung.de/fileadmin/uro-welten/dgu-forschung/pdf/Flyer_DGU-Antragsservice.pdf