Basale und luminale Subtypen des urothelialen Harnblasenkarzinoms differenzieren sich bereits im Carcinoma in situ

01.02.2021

Wie entstehen die unterschiedlichen molekularen Subtypen des urothelialen Harnblasenkarzinoms? Einen Hinweis darauf gibt eine neue Studie eines interdisziplinären Forscherteams aus Erlangen und Regensburg.

 

Urotheliale Blasenkarzinome sind eine der häufigsten bösartigen Krebserkrankungen weltweit. Allein in Deutschland erkranken pro Jahr rund 16.000 Menschen an Blasenkrebs, Männer sind dreimal häufiger betroffen als Frauen. Rund ein Drittel der Erkrankungen sind muskelinvasive Blasenkarzinome (MIBC) und werden in der Regel mit einer Zystektomie in Kombination mit einer Chemotherapie behandelt. Wie frühere Studien zeigten, ist besonders das Ansprechen auf die Chemotherapie vom molekularen Subtyp abhängig. Dabei werden luminale und basale Subtypen unterschieden.

 

Um herauszufinden, wie entweder basale oder luminale Subtypen während der Entwicklung von muskelinvasivem Harnblasenkrebs entstehen, untersuchte das Forscherteam multiple Gewebeproben von 22 Patientinnen und Patienten mit MIBC. Unter Verwendung des sog. Harnblasenmappings, bei dem die komplette Harnblase systematisch aufgearbeitet wird und so die komplette Entstehung der Urothelkarziome widerspiegeln kann, zeigte sich, dass sich die molekularen Subtypen des Tumors bereits in frühen Vorläuferstadien, vor allem im Carcinoma in situ, ausprägen.

 

Die neuen Ergebnisse können dazu beitragen, dass therapeutische Möglich-keiten in Zukunft bereits in früheren Stadien optimal untersucht und ausgewählt werden können.

 

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https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33472889/