Mit TULSA-Pro gegen lokal begrenzte PCa-Tumoren

20.11.2019

TULSA-Pro steht für Transurethale ULtraSchallAblation der Prostata. Wissenschaftler der Urologie Hannover bieten mit TULSA-Pro eine neue Therapiemethode zur Behandlung des lokal begrenzten Prostatakrebs an. Mithilfe von Hitze, erzeugt durch Ultraschall, wird dabei ganz gezielt nur der Tumor zerstört, das umliegende Gewebe wird geschont, und die Prostata kann erhalten werden.

Erste vielversprechende Daten zur Therapie mit TULSA-Pro zeigen, dass die Rate an Erektionsstörungen deutlich geringer ist als bei einer radikalen Prostatektomie. Nach einer radikalen Entfernung der Prostata haben 70 bis 80 Prozent der Patienten mit Erektions-störungen zu kämpfen, nach einer Behandlung mit der neuen Methode nur etwa 20 Prozent. Bei der Inkontinenz sind die Ergebnisse sogar noch besser: Lediglich 2,6 Prozent der Männer, die mit TULSA-Pro therapiert wurden, leiden darunter. Als Folge einer Radikal-OP tritt die Blasenschwäche bei bis zu 30 Prozent der Betroffenen auf. Auch zu Harnwegsverengungen komme es nach Tulsa-Pro wesentlich seltener, so die behandelnden Urologen.

Bei dem Verfahren handelt es sich um einen sog. individuellen Therapieversuch, die Krankenkassen übernehmen dafür im Regelfall die Kosten. Kolleginnen und Kollegen, aber auch Patienten, die sich für TULSA-Pro interessieren, können einen Termin in der Spezialsprechstunde „Prostatakarzinomdiagnostik und Fokale Therapie“ von PD Dr. Peters vereinbaren. Anmeldung unter Telefon (0511) 532-3647 (gesetzlich Versicherte) und (0511) 532-5847 (privat Versicherte).

Weitere Informationen erhalten Sie bei PD Dr. Inga Peters, Klinik für Urologie und Onkologische Urologie, Telefon (0511) 532-4892, peters.inga@mh-hannover.de.