Die neuen DGU-Stipendiaten 2018

02.05.2018

• Eisenberger-Stipendien • Lutzeyer-Stipendium

Die DGU fördert ab diesem Jahr den wissenschaftlichen Nachwuchs mit Stipendien in zwei Kategorien: mit den seit nun 10 Jahren vergebenen Eisenberger-Stipendien für urologische Assistenz- und Fachärzte sowie mit den neu eingeführten Lutzeyer-Stipendien für Naturwissenschaftler in der Urologie.

Zum Bewerbungsstichtag am 15. Januar 2018 lagen der DGU Bewerbungen zu experimentellen und klinischen For-schungsprojekten aus verschiedenen Themenbereichen der Urologie vor. Aus diesen Anträgen hat der DGU-Vorstand auf Basis externer Fachgutachten und des Votums der AuF zwei Kandidaten für ein Eisenberger-Stipendium und einen Kandidaten für ein Lutzeyer-Stipendium ausgewählt. Die offizielle Übergabe der Ernennungsurkunden erfolgt durch den DGU-Präsidenten Prof. Paolo Fornara am kommenden DGU-Kongress im September in Dresden. Die einzelnen Sitzungen, Termine und Hörsäle werden zeitnah mit dem Kongress-Newsletter bekannt gegeben.

 

Eisenberger-Stipendien

Die Ferdinand Eisenberger-Forschungsstipendien der DGU dienen der Förderung des medizinisch-wissenschaftlichen Nachwuchses in der Urologie in Deutschland und sollen jungen Urologinnen und Urologen den Einstieg in eine forschungsorientierte Karriere ermöglichen.

Ziel des Stipendienprogramms ist es, junge Mediziner für ein Jahr von ihrer klinischen Routine freizustellen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, an einer renommierten Forschungsinstitution in Deutschland selbständiges wissenschaftliches Arbeiten zu vertiefen und neueste Methoden und Techniken zu erlernen. Ein Stipendium wird für ein definiertes Forschungsvorhaben bewilligt, welches im inhaltlichen Kontext zur Forschungsstruktur der gastgebenden Einrichtung steht und vom Stipendiaten unter Anleitung eines qualifizierten Wissenschaftlers bearbeitet werden soll.

Daneben möchte die DGU auch die Infrastruktur der urologischen Kliniken und Labore in Deutschland nachhaltig unterstützen. Es soll daher sichergestellt sein, dass extern erworbene wissenschaftliche und methodische Neuerungen in der Heimatklinik etabliert und die Kooperation der Arbeitsgruppen über den Förderzeitraum hinaus aufrecht erhalten wird.

Im Folgenden stellen wir nun die zwei diesjährigen Eisenberger-Stipendiaten mit mit ihren Projekttiteln und gastgebenden Institutionen vor. Detaillierte Projektbeschreibungen werden im August-Heft des Urologen publiziert.

 

Dr. med. Maximilian Brandt

Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie, Universitätsmedizin Mainz

Fördernummer: BrM1/FE-18

Projekt: „Stellenwert des Glukokortikoidrezeptors in der Ausbildung von Resistenz-mechanismen unter Taxan-basierter Therapie beim kastrationsresistenten Prostatakarzinom“

Betreuer und Gastlabor: Prof. Dr. rer. nat. Zoran Culig Forschungslabor der Abt. Urologie, Medizinische Universität Innsbruck

 

Dr. med. Eva Neumann

Klinik für Urologie, Universitätsklinikum Tübingen

Fördernummer: NeE1/FE-18

Projekt: „Patienten-abgeleitete Mikrotumore zur Untersuchung des Therapieansprechens beim Prostatakarzinom“

Betreuer und Gastlabor: Dr. rer. nat. Christian Schmees AG Tumorbiologie, Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut Reutlingen

 

Lutzeyer-Stipendium

Als erste medizinische Fachgesellschaft in Deutschland etabliert die DGU mit dem Wolfgang Lutzeyer-Forschungsstipendium – parallel zu den Eisenberger-Stipendien – ein eigenes Forschungsförderprogramm für in der Urologie forschende Naturwissenschaftler.

Ziel des Lutzeyer-Stipendienprograms ist es, den Kandidaten nach Ablauf eines befristeten Anstellungsvertrages an ihrer urologischen Universitätsklinik ein weiteres Jahr Zeit zu verschaffen, das sie zur Beantragung externer Drittmittel – einschließlich der Beantragung der eigenen Stelle – nutzen sollen. Die Durchführung in diesem Kontext erfolgreich eingeworbener Drittmittelprojekte soll im Labor der aktuellen Heimatklinik erfolgen.

Die DGU möchte mit diesem Stipendium grundlagenwissenschaftlich orientierten Kandidaten eine Chance und Perspektive innerhalb ihres Forschungsbereichs und am Standort ihrer aktuellen Klinik bieten, um damit für diese Zielgruppe die urologische Forschung in Deutschland attraktiver zu gestalten. Langfristig soll das Programm der Förderung der grundlagenwissenschaftlichen Kompetenz in der deutschen Urologie dienen und nachhaltig dazu beitragen, neue Arbeitsgruppen in urologischen Forschungslaboren aufzubauen.

Hier der diesjährige Lutzeyer-Stipendiat. Die detaillierte Projektbeschreibung wird im August-Heft des Urologen publiziert.

 

Dr. rer. nat. Jochen Rutz

Forschungslabor der Klinik für Urologie, Universitätsklinikum der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Fördernummer: RuJ1/WL-18

Thema: „Stellenwert des Naturstoffes Sulforaphan als Therapieoption für das chemoresistente Harnblasenkarzinom“

Betreuer: Prof. Dr. phil. nat. Roman Blaheta

Geplante Antragstellung 2019 bei: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)