Ferdinand Eisenberger-Forschungsstipendien der Deutschen Gesellschaft für Urologie
Zielsetzung
Die Ferdinand Eisenberger-Forschungsstipendien der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. dienen der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Urologie in Deutschland.
Ziel des Stipendienprogramms ist es, junge, klinisch tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für einen begrenzten Zeitraum von ihrer klinischen Routine freizustellen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, in einem etablierten Forschungslabor, vorzugsweise in Deutschland oder auch im internationalen Umfeld, selbständiges wissenschaftliches Arbeiten zu vertiefen und neueste Methoden und Techniken zu erlernen. Das Stipendium wird für ein definiertes Forschungsvorhaben bewilligt, welches im inhaltlichen Kontext zur Forschungsstruktur der gastgebenden oder Heimateinrichtung steht und vom Stipendiaten unter Anleitung eines qualifizierten Wissenschaftlers bearbeitet werden soll.
Wesentlich ist, dass das vorhandene Forschungspotential des gastgebenden Labors zur qualifizierten Weiterbildung des Stipendiaten dient und das angestrebte Teilprojekt zukunftsweisend für die urologische Forschung ist. Insbesondere möchte die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. die Infrastruktur der urologischen Forschung in Deutschland nachhaltig befördern. Daher soll sichergestellt sein, dass in einem Gastlabor erworbene wissenschaftlich-thematische und methodische Neuerungen im Labor der Heimatklinik etabliert und die Ergebnisse aus dem Forschungsstipendium für den Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe sowie die Formulierung eigener Drittmittelanträge genutzt werden können.
Förderumfang
Die Ferdinand Eisenberger-Forschungsstipendien der DGU umfassen jeweils die Finanzierung einer wissenschaftlichen Personalstelle.
Den Bewerbern wird die Möglichkeit geboten, unter Beibehaltung ihrer Gehalts- und Sozialleistungen, für einen Forschungsaufenthalt von bis zu 12 Monaten aus ihrer klinischen Tätigkeit auszusteigen. Die vakanten Personalmittel der Klinik können für personellen Ersatz im Sinne einer klassischen Rotationsstelle eingesetzt werden.
Weitere Mittel, wie Sach- oder Reisekosten, werden nicht zugestanden.
Fördermittel
Das Ferdinand Eisenberger-Forschungsstipendienprogramm wird anteilig getragen durch die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. und dem Sponsor Dornier MedTech Europe GmbH.

Rahmenbedingungen
- Antragsberechtigt sind klinisch tätige Ärztinnen und Ärzte einer urologischen Klinik in Deutschland, deren Planstelle über den beantragten Zeitraum des Stipendiums hinausgeht.
- Das Förderprogramm setzt eine abgeschlossene Promotion der Bewerber voraus.
- Die Bewerber dürfen zum Zeitpunkt der Antragstellung das 33. Lebensjahr noch nicht vollendet haben; ggf. können Kindererziehungs- und Wehrdienstzeiten berücksichtigt werden.
- Das gastgebende Labor kann einer urologischen Klinik, u.U. auch der eigenen, oder einer anderen wissenschaftlichen Abteilung angehören und sollte vorzugsweise in Deutschland, ggf. auch dem internationalen Umfeld liegen.
- Personelle, strukturelle und inhaltliche Qualitäten entscheiden über die Eignung des gastgebenden Labors.
- Die Finanzierung des Forschungsprojektes muss vom betreuenden Wissenschaftler des gastgebenden Labors nachgewiesen werden.
- Der Klinikdirektor der Bewerberin / des Bewerbers muss für die Zeit des Stipendiums eine Freistellung sowie eine anschließende Weiterbeschäftigung sicherstellen; eine Verpflichtung zu klinischer Tätigkeit ist während der Forschungszeit nicht zulässig.
- Die Bewertung der Anträge erfolgt durch zwei externe Fachgutachter. Diese werden von einem Berichterstatter der DGU-Arbeitsgruppe urologische Forschung (AuF) ernannt, der sich an den Vorschlägen des Antragstellers orientieren kann. Eine Entscheidung über die Stipendiumsvergabe erfolgt auf Basis der Gutachten durch den Vorstand der DGU.
- Für die Stipendiatin / den Stipendiaten besteht Berichtspflicht gegenüber der DGU: es werden ein schriftlicher Abschlussbericht und eine Präsentation der Ergebnisse auf dem nächstfolgenden DGU-Jahreskongress erwartet.
Bewerbungsverfahren
Die Bewerbungsfrist für das erste Auswahlverfahren endete am 15. Januar 2010. Das nächste Bewerbungsverfahren wird voraussichtlich noch in 2010 ausgeschrieben.
Es wird gebeten, die Bewerbungsunterlagen papierschriftlich und elektronisch (MS-Word-, bzw. PDF-Dokumente) bei der Geschäftsstelle der DGU einzureichen:
Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.
Forschungskoordination
Dr. Christoph Becker
Uerdinger Str. 64
40474 Düsseldorf
E-mail: info(at)dgu.de
Die vollständigen Bewerbungsunterlagen enthalten folgende Dokumente:
- Fragebogen für Antragsteller (Formular-download)
- Lebenslauf
- Projektbeschreibung (Titel und Darstellung des eigenen Teilprojektes sowie Einordnung in den Gesamtkontext; max. 10 Seiten)
- Beschreibung der strukturellen und inhaltlichen Ausrichtung des gastgebenden Forschungslabors (max. 1 Seite)
- Vorschlag von vier möglichen Fachgutachtern zur Bewertung des Antrages (Formular-download)
- Erklärung des gastgebenden Wissenschaftlers über Betreuung und Finanzierung des Stipendiatenprojektes (Formular-download)
- Erklärung des Klinikdirektors über Freistellung und anschließende Weiterbeschäftigung der Bewerberin / des Bewerbers (Formular-download)
- Nachweise in Kopie: Examina, Promotion, Anstellungsvertrag, letzte Gehaltsabrechnung, ggf. Wehrdienst/Ersatzdienst und Elternzeit
Für weitere Fragen steht Herr Dr. Christoph Becker, Forschungskoordinator der DGU, gerne zur Verfügung:
Tel.: 0211 – 516096 30
Fax: 0211 – 516096 60
E-mail: cbecker(at)dgu.de
Web: www.dgu-forschung.de
Ausschreibungstext als PDF-download

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